Skip to content

Acte der Auflehnung

September 3, 2010
By rvg in GaM, Quote

Die meisten Eingaben stammen von kleineren oder größeren Gruppen, die via Ausschuß Einfluß auf die Politik der Bundesregierung nehmen wollen. So

  • forderten 72 Bürger “sofortige Verhandlungen mit der Regierung der USA mit dem Ziel, sämtliche chemischen Kampfstoffe vom Gebiet der Bundesrepublik zu entfernen und zu vernichten”;
  • setzten sich rund 50 000 Petenten für eine Gesetzesinitiative zur Bekämpfung von Horror-Videos ein.

DER SPIEGEL 38/1985, Seite 119

Auf den Boden getreten

September 2, 2010
By rvg in GaM, Musik, Quote

… ihrer Folge überstürzen sich. Sie haben Angst, sie haben eine solch unerträgliche Angst, dass es schon fast bedenklich ist. Sie haben jedes Fünkchen Scham verloren, von Würde ganz zu schweigen. Alle Werte unserer Zivilisation schmeißen sie über Bord. Das Loch, das sie mit ihrer Angst gegraben haben, wollen sie jetzt hastig wieder zuschütten.

Mad Minority – Auf den Boden getreten

By rvg in Bücher, GaM

Ulf Nilsson (Autor), Eva Eriksson (Illustrator), «Die besten Beerdigungen der Welt», Moritz Verlag, 2006

Leider gab es nicht so viele Tote, wie wir erhofft hatten.

Ich überlass die “Kritik” den Amazonen

By rvg in Bücher, GaM, Quote

Arkadi & Boris Strugatzki, «Picknick am Wegesrand», Suhrkamp Taschenbuch, 1981 (1972)

Die literarische Inspiration für Stalker, den Film, und Stalker, das Spiel, dazu noch ein 1a Sci-Fi-Roman.

Ein Besuch fand statt, oder auch nicht. Die Besucher sind wieder fort, oder auch nicht. Ihr Gerümpel liegt noch rum, definitiv. Nun müssen wir, die Leser und die Einwohner von Harmont, damit klar kommen.

Auch sie haben also Angst, überlegte Nunnan, als er den Gelehrten abgesetzt hatte und wieder in den Wagen stieg. Sie haben Angst, die Hochstirnigen… Und so muß es sein – sie sollten sogar mehr Angst haben als wir einfachen Leute. unsereiner begreift nichts von alledem, sie aber haben zumindest eine Ahnung, wie wenig sie im Grunde wissen. Sie starren in diesen bodenlosen Abgrund und verstehen, daß sie da hinunter müssen.

Die Beschreibung des ersten Besuchs in der Zone *brr* saugt die einen ein, man hat keine Ahnung was los ist, aber schon nach wenigen Metern (die Gesamtstrecke ist kaum länger als 120m) weiß man da könnte alles passieren, ein Angriff der Fliegenklatsche, man fällt in bösartig blubbernde Hexensülze, oder vielleicht findet man auch nur eine leere Null.

Vieles wird nur angedeutet, kurz begonnen um dann wieder vergessen zu werden, aber das passt erstaunlich gut, denn am Ende geht es immer wieder um die Zone und unser Verhältnis zu ihr. Mit der Zone beginnt es, in der Zone endet es und auch zwischendrin ist sie nie weit weg, wortwörtlich und metaphorisch.

Auch wenn das Buch vor allem von den “normalen” Menschen handelt, wie sie damit klar kommen, daß die Toten zurück kehren, daß man in einigen Wohngebieten einfach erblindet, in anderen an der Pest erkrankt, wird in einem Gespräch der philosophische Dampfhammer herausgeholt und die kleine Fackel des Wissens in der Dunkelheit des Nichts gepriesen. Nicht das es viel nützt, angesischts der Zone und der goldenen, wunscherfüllenden, Kugel fällt uns auch nix mehr ein. Den Autoren auch nicht, denn mit diesem offenen Ende verlassen wir Harmont und die Zone. (Was Stanisław Lem gar nicht gefallen hat, und ihn an Märchen denken liess, wie man im 25-seitigen Nachwort lesen kann, in dem er auch noch eine neue Theorie über den Besuch aufstellt.)

last seen: Clone High

September 1, 2010
By rvg in GaM, Motion Pictures, Quote

Tonight, on a Very Special Episode of Clone High…

Kanadische Serie über Teenager-Klone von Berümtheiten auf der High School. Ghandi, der Party-Man, Joan of Arc als Goth-Chick, JFK als Bully..

Funny, wenn man die TIL: ADD, Food Pyramid, Multiple Choice … Scenen vergisst.